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Sollten Nicht-Chilenen ein Buch über chilenische Geschichte schreiben? Diese Frage mag rein rhetorisch sein, doch zumindest im Vorwort äußern sich die beiden Autoren bescheiden, dass sie fest davon überzeugt seien, nur Chilenen stünde es im Grunde zu, ein solch entsprechendes Werk zu verfassen. Dennoch wagten sich der britische Historiker Simon Collier (1938-2002) und William F. Sater, emeritierter Professor an der California State University in Long Beach (USA), an diese Aufgabe. Begründung: Zwar könnten sie als Ausländer keine tiefgehenden Kenntnisse über die chilenische Gesellschaft und Kultur vorweisen. Doch ein neuer, unverfänglicher Blick von außen auf die chilenische Geschichte sei vielleicht aufschlussreich. – Das ist nun mehr als bescheiden, vielmehr eine Untertreibung. Denn in ihrem Werk «A History of Chile, 1808 – 2002» haben die Historiker eine ungeheure Recherchearbeit hingelegt. Auf über 450 Seiten warten sie mit unzähligen Fakten aus Statistiken, Erhebungen und anderen Datensammlungen auf, die es ermöglichen, genau und belegbar historische Abläufe wiederzugeben, ohne sich jedoch heillos in Details zu verzetteln. Somit gelingt es ihnen, nicht nur die hohe Politik im chilenischen Regierungspalast La Moneda an Hand der großen Gestalten wie Bernardo O´Higgins und Diego Portales darzustellen, sondern auch immer zu veranschaulichen, in welchen konkreten Verhältnissen das Volk selbst lebte. So ist mit Erstaunen und Erschrecken zu lesen, welche katastrophalen hygienischen Verhältnisse noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschten. Pocken, Diphtherie, Keuchhusten, Meningitis und Masern sowie Typhus und Cholera rafften zwischen 1909 und 1914 jährlich 100.000 Chilenen hinweg. Alleine an Pocken starben jedes Jahr 10.000 Menschen. Ein Bericht der Zeitung El Mercurio beschrieb die Stadt Valparaíso in jenen Jahren als «infektiös, übelriechend, verseucht». Santiago wiederum wies noch bis in die späten 1920er Jahre eine mangelnde Trinkwasserversorgung auf. Erst mit der Verbesserung der sanitären Bedingungen konnte die Sterblichkeitsrate gesenkt werden. Chiles Bevölkerung wuchs somit rasant von 4,5 Millionen im Jahr 1930 auf acht Millionen im Jahr 1964 an. «Die Chilenen lebten nun zwar länger, aber nicht unbedingt besser», konstatieren die Autoren. Die Hälfte aller Unterkünfte auf dem Land wiesen nur zwei Zimmer auf, und nur die Hälfte davon verfügte über fließend Wasser. Laut Studien lag der Kalorienverbrauch im Jahr 1960 bei maximal 1.600 bis 2.000 pro Tag und damit immer noch auf dem gleichen Niveau von 1935. Die Weltgesundheitsorganisation beziffert den minimalen Ernährungsbedarf pro Tag auf 2.100 Kilokalorien. Unterernährung und Armut, so die Autoren, blieben eklatante Probleme. Dass heutzutage Übergewicht ein großes Gesundheitsproblem darstellt, ist nicht nur eine Ironie der Geschichte, sondern verdeutlicht auch den unglaublich rasanten Wandel, den Chile in den vergangenen Jahrzehnten durchgemacht und der das Land auf den ersten Rang der reichsten Staaten Lateinamerikas katapultiert hat. Dabei war die historische Ausgangslage alles andere als günstig. Sater und Collier zeichnen letztendlich das Bild eines Staates, dem es seit der Unabhängigkeit über weite Strecken nicht gelingt, das feudale Erbe hinter sich zu lassen und die koloniale Gesellschaftsstruktur zu überwinden. Eine Erhebung aus dem Jahr 1939 kam zum Ergebnis, dass 68 Prozent des gesamten Ackerlandes in der Hand von nur einem Prozent aller Besitzer lag. Auf der anderen Seite der Skala standen 47 Prozent aller Landeigentümer, die jeder nicht einmal über fünf Hektar verfügten – zu wenig, um ergiebig Landwirtschaft zu betreiben. Diese oligarchischen Besitzverhältnisse widersetzten sich jeglicher Form von Wettbewerb und Modernisierung, denn die Anschaffung neuer Landwirtschaftmaschinen hätten Ausgaben bedeutet, während Landvermietung dagegen Geld einbrachte. Praktisch keiner Regierung gelang es, diese «soziale Frage» wirklich anzugehen, geschweige denn zu lösen. Schlimmer noch: Steigende Staatsausgaben wurden mit verstärkter Kreditaufnahme bezahlt; die Spirale um Lohnzuwächse, Geldmengenerhöhung und neue Schulden – von den Autoren als die «Inflations-Cueca» bezeichnet – drehte sich durch alle Regierungen hindurch munter weiter und führte von einer Krise zur nächsten. Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Chile und Brasilien mit jeweils sieben Staatsinsolvenzen seit 1900 die weltweite Pleite-Liste anführen. Als Jorge Alessandri 1958 die Präsidentschaft übernahm, schien für das politische Establishment die letzte Chance gekommen zu sein, die ökonomischen Gebrechen des Landes zumindest zu mildern, so die Autoren. Doch auch hier scheiterte die Reform des Status quo an der Unfähigkeit der politischen Klasse, die außerdem zunehmend auseinander driftete. Was nun folgte, beschreiben Collier und Sater in zwei Kapiteln mit einer fundierten Ausgewogenheit, die wohl tut, da das Thema noch heute die Gemüter erhitzt, was oftmals zu Polemik führt. Dabei werfen sie auch die Frage auf, ob die Radikalisierung der politischen Landschaft unter Präsident Salvador Allende und das ganze Desaster um den Versuch, den Sozialismus in Chile zu etablieren, zwangsläufig zu einem Staatsputsch führen mussten. Die Antwort lautet ja. Ab einem gewissen Zeitpunkt sei die Umkehr zu einer friedlichen Lösung nicht mehr möglich gewesen. Mit der Landwirtschaftsreform unter Allende und der unter Pinochet vorangetriebenen Ausrichtung auf ein exportorientiertes Agrobusiness wurden nun erstmals die alten Strukturen auf dem Land völlig umgekrempelt. Die Einführung eines neo-liberalen Wirtschaftssystems schüttelte schließlich die Geißel aus Überschuldung und Inflation ab. Die Geschichte Chiles ist somit auch ein Beispiel für nicht genutzte Entwicklungschancen. Weder beim Salpeter- noch beim Kupferboom sei es dem Staat gelungen, die sprudelnden Einnahmen erfolgreich in eine Diversifizierung der Wirtschaft zu investieren und damit brach liegende Potenziale des Landes voll auszuschöpfen. Wobei man hier anmerken darf, dass es praktisch kein lateinamerikanisches Land geschafft hat, sich ganz aus der Abhängigkeit von Rohstoffexporten zu lösen...

¡Debieran los extranjeros escribir sobre la historia de Chile? Esta pregunta puede ser retórica, pero al menos en el prefacio de "a History of Chile" los dos autores anglos expresaban modestamente que estaban muy convencidos quen sólo los chilenos erán los indicados para escribir al respecto. Sin embargo, los historiador británico Simon Collier (1938-2002) y William F. Sater, profesor emérito de la Universidad del Estado de California (Long Beach) se aventuraron, en esta tarea.

Justificación: Aunque podían mostrar como extranjero sin conocimiento profundo de una sociedad y de la cultura chilena. Pero una visión nueva y más inocua, fuera de la historia de Chile sea quizás instructiva. - Ahora más bien modestía, más bien un eufemismo. Porque en su trabajo, "(Una historia de Chile), 1808 - 2002" han puesto un formidable trabajo de investigación. En más de 450 páginas en espera de innumerables hechos de estadísticas, encuestas y otras colecciones de datos, que permiten precisa y verificable reflejan procesos históricos, pero sin entrabarse en detalles sin remedio. Por lo tanto, son capaces de representar no sólo la alta política en el gobierno de Chile del Palacio de La Moneda a entregar las grandes figuras como Bernardo O'Higgins y Diego Portales, pero siempre para ilustrar, en el que las condiciones concretas de la gente vivía él mismo. Para ser leído con asombro y horror, gobernado las condiciones higiénicas catastróficas a principios del siglo XX. La viruela, la difteria, la tos ferina, la meningitis y el sarampión y la fiebre tifoidea y el cólera arrebataron 1909-1914 anualmente 100.mil chilenos. Solo de la viruela mataba anualmente 10.000. Un informe publicado en el diario El Mercurio describe la ciudad de Valparaíso en esos años como "infecciosa, maloliente, contaminada". Santiago tuvo una vez más hasta finales de 1920, la falta de suministro de agua potable. Sólo con la mejora de las condiciones sanitarias, se redujo la tasa de mortalidad. Por lo tanto la población de Chile creció rápidamente de 4,5 millones en 1930 a ocho millones en 1964. "Los chilenos estaban ahora viven más de tiempo, pero no necesariamente mejor", se indicarán los autores. La mitad de todos los alojamientos en el país sólo tenía dos habitaciones, y sólo la mitad de ellos tenían agua corriente. Según los estudios de consumo de calorías fue en 1960 a un máximo de 1600 a 2000 por día, que aún se encuentra en el mismo nivel de 1935. La Organización Mundial de la Salud estima que las necesidades nutricionales mínimas por día a 2.100 kilocalorías. La desnutrición y la pobreza, según los autores, había problemas evidentes. Que hoy en día la obesidad es un importante problema de salud, no sólo es una ironía de la historia, pero también ilustra el cambio increíblemente rápido, el Chile ha ido a través de las últimas décadas y ha llevado al país a la primera fila de los países más ricos de América Latina. La situación histórica era cualquier cosa menos favorable. Sater y Collier finalmente dibujan la imagen de un Estado que no logra desde la independencia a través de largas distancias, para que el legado feudal atrás y superar la estructura social colonial. Una encuesta de 1939 llegó a la conclusión de que el 68 por ciento de la tierra cultivable en la mano era de sólo el uno por ciento de todos los propietarios. En el otro lado de la escala eran un 47 por ciento de todos los propietarios de tierras que cada uno no poseían ni cinco acres - demasiado pequeños para productivas para la agricultura. Esta propiedad oligárquica se opone a cualquier forma de competencia y modernización, para la compra de nueva maquinaria agrícola haría ediciones medios, mientras que la renta del suelo, sin embargo, el dinero ganado. Prácticamente ningún gobierno tuvo éxito en esta "cuestión social" realmente tackle, y mucho menos resolver. Sigue aumentando el gasto público Peor fue pagado con un aumento de los préstamos; la espiral sobre aumentos salariales, aumento de la oferta monetaria y la nueva deuda - mencionados por los autores como la "cueca inflación" - dado vuelta por todos los gobiernos en todo alegremente y llevado de una crisis a otra. Un nuevo estudio concluye que Chile y Brasil lideran con siete incumplimientos soberanos desde 1900 la lista de quiebra global. Jorge Alessandri 1958, la Presidencia hizo cargo, parecía haber llegado la última oportunidad para la clase política para mitigar la aflicción económica del país, al menos, según los autores. Pero también en este caso, no logró reformar el status quo a la incapacidad de la clase política, que también deriva cada vez más separados. Lo que siguió Collier y Sater describen en dos capítulos con un balance de sonido que hace así como el tema de hoy los ánimos, a menudo resulta en la controversia. También plantean la cuestión de si la radicalización del paisaje político del Presidente Salvador Allende y todo el desastre para tratar de establecer el socialismo en Chile, habría de conducir inevitablemente a un golpe de Estado. La respuesta es sí. En algún momento, a la inversa ya no era posible encontrar una solución pacífica. Con la reforma agraria bajo Allende y Pinochet con enfoque que impulsaria a la agroindustria orientada a la exportación ya las viejas estructuras en el país han sido completamente modernizado por primera vez. La introducción del sistema económico neoliberal, finalmente, se sacudió el flagelo de la deuda y la inflación. La historia de Chile es, pues, un ejemplo de las oportunidades de desarrollo no utilizados. Ni durante ni en el auge del nitrato a menos que el Estado tuvo éxito en los ingresos de burbujeo para invertir con éxito en la diversificación de la economía y por lo tanto se rompió explotar plenamente el potencial contenido en el país. Aunque uno puede observar aquí que no ha hecho prácticamente ningún país de América Latina que lösenebieran enteramente de la dependencia de las exportaciones de productos primarios ir... Arne Dettmann

FuenteEditar

A History of Chile, 1808-2002, Second Edition, Simon Collier und William F. Sater, Cambridge University Press, New York, 2004. ISBN 0-521-82749-3
Der Text ist auf Englisch, doch das Buch liegt auch in spanischer Übersetzung vor.